US-Vorwahlen

Newt Gingrich bezwingt Favorit Mitt Romney

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Mitt Romney hat die US-Vorwahl in South Carolina deutlich verloren. Sein parteiinterner Konkurrent im Rennen um das Weiße Haus, Newt Gingrich, erzielte in der Abstimmung etwa 41 Prozent. Jetzt stehen die Republikaner vor einem langen Zweikampf.

Newt Gingrich hat die Vorwahl der Republikaner in South Carolina um die Präsidentschaftskandidatur deutlich gewonnen. Dem bislang favorisierten früheren Gouverneur Mitt Romney war es in den vergangenen Tagen nicht gelungen, seinen Vorsprung in den Umfragen zu behaupten.

Nun dürfte es noch ein langes Ringen werden, bis feststeht, wer für die Republikaner gegen den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama antritt. Bisher hat jeder der republikanischen Bewerber seit 1980, der sich in South Carolina durchsetzen konnte, die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten gewonnen.

Einer Wählerbefragung für die Nachrichtenagentur AP und US-Fernsehsender zufolge ließ Gingrich seine Kontrahenten weit hinter sich. Die von Edison Research durchgeführte Befragung von 1.577 Wählern hat eine Stichprobenfehlermarge von plus beziehungsweise minus vier Prozentpunkten.

Den Ergebnissen von 95 Prozent der Wahlbezirke in South Carolina zufolge erzielte Gingrich 41 Prozent der Stimmen, Romney nur 27. Für den früheren Senator Rick Santorum stimmten 17 und für den Abgeordneten Ron Paul 13 Prozent. Der texanische Gouverneur Rick Perry war am Donnerstag aus dem Rennen ausgestiegen.

Gingrich bedankte sich bei seinen Anhängern via Twitter. Er wolle in Florida, wo die nächsten Vorwahlen stattfinden, einen K.-o.-Schlag abliefern, schrieb er. Wähler rief er dazu auf, für seine Kampagne Geld zu spenden, und verwies auf eine entsprechende Website.

Romney sagte seinen Anhängern, sie sollten sich auf einen langen Kampf einstellen. Er werde um jede einzelne Stimme in jedem einzelnen Staat ringen. Jetzt allerdings muss der Geschäftsmann sogar um Florida zittern, wo er bei der Vorwahl am 31. Januar eigentlich seinen Status als Spitzenreiter zementieren wollte. Stattdessen droht ihm nun ein zäher Zweikampf mit dem ehrgeizigen und taktisch geschickten Ex-Parlamentschef Gingrich.

( dapd/dpa/bee )