Olaf Glaeseker

Polizei durchsucht Räume von Wulffs Ex-Sprecher

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat am Donnerstag Privat- und Geschäftsräume des entlassenen Sprechers von Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, durchsucht. Es geht um Bestechlichkeit.

Foto: dpa

Die Wohn- und Geschäftsräume des ehemaligen Sprechers von Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, sind durchsucht worden. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Hannover durchkämmten Beamte des Landeskriminalamtes am Donnerstag die Räume von Glaeseker sowie des Eventmanagers Manfred Schmidt in Wunstorf, Berlin und in der Schweiz, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte.

Beiden wird Bestechlichkeit beziehungsweise Bestechung zur Last gelegt. Es bestehe der Verdacht, dass Glaeseker als niedersächsischer Regierungssprecher die Veranstaltung und Finanzierung der von Schmidt ausgerichteten Veranstaltungsreihe „Nord-Süd-Dialog“ in den Jahren 2007 bis 2009 „gefällig“ gefördert und dafür mehrfach unentgeltlich Urlaube in Feriendomizilen Schmidts verbracht habe.

Bei den Durchsuchungen wurden Schriftstücke und Computerdateien gesichert, die nun ausgewertet werden sollen.

Bundespräsident Wulff hatte sich kurz vor Weihnachten 2011 von seinem Sprecher Glaeseker getrennt. Er galt als der engste Berater und Vertraute des Staatsoberhauptes, zuletzt wurde Olaf Glaeseker in den Medien gar der "Präsidentenflüsterer" genannt.

Der gelernte Journalist war einer von zwei führenden Mitarbeitern, die der Bundespräsident aus Hannover mit ins Schloss Bellevue genommen hatte. Glaeseker gilt bei politischen Beobachtern als einer der besten Spin-Doktoren bundesweit. Wulffs Erfolg, auch sein Wandel vom Wahlverlierer zum Anwärter auf höchste Ämter, wird zu einem großen Teil ihm zugeschrieben.

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