Nach Anschlägen

Hunderte Christen fliehen aus Nordost-Nigeria

Die islamistische Sekte Boko Haram hat ihre Anschlagsserie im Norden Nigerias fortgesetzt. Mindestens 13 Menschen wurden in der Nacht zum Sonnabend bei Angriffen auf eine Kirche, einen Schönheitssalon und zwei Banken getötet. Viele Gläubige flüchten aus der Region.

Hunderte nigerianische Christen sind vor Angriffen militanter Islamisten im Nordosten des Landes auf der Flucht. Nach dem Ablauf eines Ultimatums der radikalen Sekte Boko Haram machten sich die Flüchtlinge am Sonnabend auf den Weg in den Süden des Landes, sagten Anwohner und ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes.

Eine Serie von Anschlägen radikaler Muslime auf christliche Gotteshäuser hat seit Weihnachten die Region erschüttert. Boko Haram hatte am Dienstag den Christen im überwiegend muslimischen Norden drei Tage Zeit gegeben, die Region zu verlassen. Die Islamisten haben sich zu Anschlägen auf Kirchen zu Weihnachten bekannt, bei denen mindestens 37 Menschen getötet wurden. Boko Haram will in ganz Nigeria das islamische Recht, die Scharia, einführen.