Nach Fahrerflucht

FDP-General Döring muss 1500 Euro zahlen

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat das Verfahren gegen den neuen FDP-Generalsekretär Patrick Döring eingestellt. Döring hatte mit seinem Fahrzeug den Außenspiegels eines parkenden Autos beschädigt und sich anschließend vom Tatort entfernt.

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Der neue FDP-Generalsekretär Patrick Döring muss 1500 Euro Geldbuße wegen Fahrerflucht zahlen. Die Staatsanwaltschaft Hannover stellte das Verfahren gegen den Politiker gegen Zahlung der Strafe ein. Das sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover, Irene Silinger, am Donnerstag.

„Das ist eine absolut normale Vorgehensweise bei einem nicht vorbelasteten Bürger und bei einer derart geringen Schadenshöhe“, betonte die Sprecherin der Anklagebehörde.

Einen Tag nach seiner Ernennung zum neuen FDP-Generalsekretär war bekannt geworden, dass Döring den Außenspiegel eines parkenden Fahrzeugs beschädigt und sich dann unerlaubt vom Tatort entfernt hatte. Zeugen sollen gesehen haben, wie der FDP-Politiker daraufhin anhielt, um den eigenen Spiegel zu richten, sich danach jedoch offensichtlich entfernte. Döring hatte erklärt, er habe nicht wahrgenommen, dass er mit seinem Fahrzeug den anderen Wagen beschädigt hatte. Der Schaden von 200 Euro sei bereits beglichen worden.

„Die Sache ärgert mich persönlich am allermeisten“, hatte Döring der "Bild"-Zeitung gesagt. „In einer verantwortungsvollen politischen Position ist ein Außenspiegel nicht einfach ein Außenspiegel.“ Aber auch Parteichef Philipp Rösler und der FDP-Bundesvorstand hätten ihn am Mittwoch darin bestärkt, dass dieser Vorgang ihn nicht von seiner Aufgabe abhalten solle.

„Wenn die Geldbuße bis Ende Januar bezahlt wird, ist die Sache damit erledigt“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Das Verfahren gegen Döring sei nach Paragraf 153a der Strafprozessordnung eingestellt worden. 1000 Euro Geldbuße sollen an die Landeskasse gehen, 500 Euro an die Verkehrswacht Hannover.