Weihnachtsbotschaft

Papst fordert Ende des Blutvergießens in Syrien

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Vor zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom hat Papst Benedikt den traditionellen Segen Urbi et Orbi erteilt und Weihnachtsgrüße in 65 Sprachen verlesen. Doch rief er zu Frieden und Versöhnung in der Welt auf – insbesondere in Syrien.

Benedikt XVI. hat zu einem Ende der Gewalt in Syrien aufgerufen. „Der Herr eile der Menschheit zu Hilfe, die durch so viele Konflikte verwundet ist, die noch heute die Erde mit Blut beflecken“, sagte der Papst am Sonntag in seiner traditionellen Ansprache vor zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom, in deren Verlauf er den Segen „Urbi et Orbi“ (Der Stadt und dem Erdkreis) erteilte.

„Er lasse die Gewalttätigkeiten in Syrien aufhören, wo schon so viel Blut vergossen worden ist.“ Zudem äußerte der Papst die Hoffnung, dass es im Nahen Osten zu einer Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Israel und den Palästinensern kommen möge. Er rief zur Versöhnung im Irak und in Afghanistan auf und forderte die internationale Gemeinschaft auf, den Hungernden am Horn von Afrika zu helfen und Flüchtlinge aufzunehmen.

Den Ländern Nordafrikas und des Vorderen Orients wünschte er nach den Umbrüchen und Revolutionen dieses Jahres „neue Kraft beim Aufbau des Allgemeinwohls“. Besonders hob er das Leiden der von Naturkatastrophen betroffenen Menschen in Südostasien hervor. Trost brauchten die von Überschwemmungen schwer heimgesuchten Bevölkerungen in Thailand und auf den Philippinen.

Weihnachtsgrüße in 65 Sprachen

Das Oberhaupt von knapp 1,2 Milliarden Katholiken weltweit mahnte auch vor dem „anmaßenden Stolz, von sich aus zu handeln, sich in Konkurrenz zu Gott und an seine Stelle zu setzen.“ Zu entscheiden, was gut und was böse sei, Herr über Leben und Tode zu sein, das sei ein großes Übel, eine große Sünde, aus der der Mensch nur mit der Hilfe Gottes errettet werden könne, führte der 84-jährige Papst aus.

Benedikt erteilte dann den traditionellen Segen Urbi et Orbi (Der Stadt und dem Erdkreis) und verlas Weihnachtsgrüße in 65 Sprachen. Auf Deutsch sagte er: „Die Geburt Jesu Christi, des Erlösers der Menschen, erfülle Euer Leben mit tiefer Freude und reicher Gnade; sein Friede möge in Euren Herzen wohnen. Gesegnete und frohe Weihnachten!“. Die traditionelle Weihnachtsansprache wurde bei sonnig-kaltem Wetter von TV-Anstalten in über 60 Länder übertragen.

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