Weihnachten

Papst kritisiert Kommerzialisierung des Festes

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Seit seiner Wahl zum Papst feiert Benedikt das siebte Weihnachtsfest im Vatikan. Bei der Christmette im Petersdom rief zur Abkehr von Gewalt und Materialismus auf. Er kritisierte, dass Weinachten zum „Fest der Geschäfte" geworden sei.

Papst Benedikt XVI. hat mit Tausenden von Gläubigen am Heiligen Abend die Christmette im Petersdom gefeiert. In seiner Predigt vor der Menschenmenge in der festlich geschmückten Basilika rief Benedikt zur Abkehr von Gewalt und Materialismus auf. „Heute ist Weihnachten zu einem Fest der Geschäfte geworden, deren greller Glanz das Geheimnis der Demut Gottes verdeckt“.

Man solle den Herren bitten, durch die glänzenden Fassaden hindurchzuschauen. Der Papst forderte die Gläubigen zudem auf, sich nicht auf materielle, messbare und greifbare Dinge zu fixieren. „Wir müssen unsere falschen Gewissheiten, unseren intellektuellen Stolz ablegen, der uns hindert, die Nähe Gottes zu sehen“, sagte der 84-Jährige, der das siebte Weihnachten in seinem Pontifikat feiert.

Starke Sicherheitsvorkehrungen während der Messe sollten einen Vorfall wie vor zwei Jahren verhindern, als eine verwirrte Frau sich kurz vor der traditionellen Weihnachtsmesse auf Benedikt stürzen und ihn zu Boden reißen konnte. Benedikt fuhr erneut, wie erstmals im Oktober, bequem auf einem rollenden Podest im Mittelgang zum Altar.

Die Christmette war wie in den beiden Vorjahren früher als sonst angesetzt, um dem 84-jährigen Papst mehr Ruhe und Schlaf vor der Weihnachtsbotschaft und dem Segen „Urbi et Orbi“ am Sonntag zu geben.

Auf dem Petersplatz verfolgten Gläubige und Touristen die von TV-Sendern in 60 Länder übertragene Messe bei kühl-feuchtem Wetter auf Videoleinwänden. Benedikt hatte zuvor die große Weihnachtskrippe neben dem Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz gesegnet und ein Friedenslicht im Fenster des Apostolischen Palastes angezündet.

In Bethlehem versammelten sich unterdessen Tausende ausländische und palästinensische Christen, um für den Frieden zu beten. Nach offiziellen Angaben kamen mindestens 50.000 Besucher in die Stadt, in der nach Überlieferung Jesus Christus geboren wurde. Zentrum der Feierlichkeiten ist die Geburtskirche. Der Friedensprozess im Nahen Osten ist derzeit festgefahren. Einer der wichtigsten Streitpunkte ist der Bau jüdischer Siedlungen im Westjordanland.

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