Lükex-Übung

Innenminister wertet Hackerangriff als Erfolg

Die Mobilfunknetze brechen zusammen, der Geldverkehr ist lahmgelegt, die Polizei kann Notrufe nicht entgegennehmen. Dieses fiktive Horror-Szenario spielten Ministerien, Behörden, Flughäfen, Banken und Privatfirmen in zwölf Bundesländern nach.

Die zweitägige Simulation eines Hackerangriffs auf Deutschland hat aus Sicht von Innenminister Hans-Peter Friedrich bei Behörden und Privatfirmen das Bewusstsein für Bedrohungen aus dem Internet geschärft. Der CSU-Politiker sagte am Donnerstag in Berlin, die Zusammenarebeit zwischen Bund und Ländern könne noch besser werden, beispielsweise durch Computer-Notfallteams an einzelnen Stellen.

Mit der „Lükex 2011“ genannten Übung wurde erstmals die Abwehr einer groß angelegten Cyber-Attacke simuliert. Teigenommen haben am Mittwoch und Donnerstag Ministerien, Behörden, Flughäfen, Banken und Privatfirmen in zwölf Bundesländern.

Spätestens seit dem Angriff mit dem Computerwurm „Stuxnet“ auf iranische Atomanlagen im vergangenen Jahr gelten gezielte Angriffe mit Schadsoftware auf wichtige Infrastrukturen als große Gefahr für die Sicherheit eines Landes. Auch Deutschland ist immer wieder das Ziel virtueller Attacken.

Die Lükex-Katastrophenübungen werden seit 2004 durchgeführt. Die nächsten Szenarien werden bereits vorbereitet: für 2013 eine Lebensmittelvergiftung und für 2015 eine über Norddeutschland hereinbrechende Sturmflut.

( dapd/dpa/tj )