Sprengstoff

TNT-Diebstahl des Neonazi-Trios bleibt rätselhaft

Möglicherweise sind immer noch 38 Kilogramm TNT aus einem Bundeswehrdepot in den Händen von Neonazis. Ein Teil des gestohlenen Sprengstoffs soll das Neonazi-Trio aus Thüringen verwendet haben. Der Fall bleibt mysteriös.

Die Hintergründe eines mutmaßlichen Sprengstoff-Diebstahls und der Zusammenhang mit dem Jenaer Neonazi-Trio bleiben unklar. Verteidigungsministerium und Staatsanwaltschaft Gera konnten am Montag keine Angaben zu einem Bericht von „Bild am Sonntag“ machen, wonach Anfang der 90er-Jahre aus einem Bundeswehrdepot bei Kahla 40 Kilogramm TNT verschwunden seien.

Geringe Teile des Sprengstoffs sollen Ermittler 1998 in den Rohrbomben des Trios gefunden haben. Möglicherweise kam das gestohlene TNT auch in der Nagelbombe bei dem Anschlag in Köln 2004 zum Einsatz. Nach dem Bericht befürchten Ermittler jetzt, dass auch der restliche Sprengstoff in den Händen von Neonazis sein könnte – gerätselt wurde über 38 Kilogramm.

Laut „Bild am Sonntag“ ist der Sprengstoff 1991 aus einem Bundeswehr-Munitionsdepot nahe dem thüringischen Großeutersdorf gestohlen worden. Die Staatsanwaltschaft erneuerte Angaben, wonach aus einem früheren NVA-Depot bei Großeutersdorf gestohlene 375 Sprengkapseln wieder aufgetaucht seien. Auch die Diebe seien nicht wieder aufgefallen. Ein Depot der Bundeswehr befand sich aber einige Kilometer nördlich bei Rothenstein.

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