Währungspolitik

Putin kritisiert USA scharf während China-Besuchs

Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat das "Dollar-Monopol" der USA am Rande seines China-Besuchs als "Parasit" der Weltwirtschaft bezeichnet.

Foto: Reuters / Reuters/REUTERS

Während seines Besuchs in China hat der russische Ministerpräsident Wladimir Putin die Währungspolitik der USA scharf kritisiert. Nicht die USA, aber ihr Dollar-Monopol sei ein „Parasit“ der Weltwirtschaft, sagte Putin nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Er habe seine Kritik konstruktiv geäußert, um bei der Lösung der Probleme der Weltwirtschaft zu helfen. Im Mittelpunkt des zweitägigen Besuchs standen die Handelsbeziehungen beider Länder.

Am Mittwoch wurde Wladimir Putin von Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao in Peking empfangen. Er beschrieb ihn als „alten Freund des chinesischen Volkes“. Beide äußerten sich zufrieden über die rasante Entwicklung der Beziehungen, wie Xinhua weiterberichtete. Putin begrüßte die Unterzeichnung von mehreren Kooperationsabkommen am Vortag „mit einem Umfang von mehr als sieben Milliarden US-Dollar“ (5,5 Milliarden Euro).

Beide Seiten wollen ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Öl, Gas und Kohle sowie in der Kernenergie, in Investitionen, der Luftfahrt, im Umweltschutz und in der Hochtechnologie ausweiten. Der russische Regierungschef traf am Mittwoch auch den chinesischen Parlamentschef Wu Bangguo.

Beide Seiten wollen ihre „strategische Partnerschaft“ ausbauen und den Handel ausweiten. China ist 2010 zum größten Handelspartner Russlands aufgestiegen und hat damit Deutschland überholt. Nach 59 Milliarden US-Dollar 2010 könnte das Handelsvolumen in diesem Jahr vielleicht fast 80 Milliarden US-Dollar erreichen, sagte Putin. 2015 werden 100 Milliarden angestrebt.

Energielieferungen machen weiter 71 Prozent der russischen Exporte nach China aus. „Diversifizierung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen ist unser Ziel“, sagte Putin. Es ist seine erste Auslandsreise seit seiner Ankündigung, bei der Wahl im nächsten Jahr wieder für das Amt des Präsidenten zu kandidieren.

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