Abkommen

Jemens Präsident Saleh übergibt die Macht

Aussicht auf Frieden im Jemen: Präsident Ali Abdullah Saleh hat ein Abkommen zur Machtübergabe unterzeichnet. Das Dokument sieht die Bildung einer Übergangsregierung vor. Zugleich wird Saleh und seiner Familie Straffreiheit zugesichert. Nun will er in die USA ausreisen.

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Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh hat ein Abkommen zur Machtübergabe unterzeichnet. Bei einer Zeremonie im Beisein des saudi-arabischen Königs Abdallah Ben Abdel Asis in Riad setzte Saleh seine Unterschrift unter das Dokument.

Das Abkommen sieht die Bildung einer Übergangsregierung vor. Zugleich wird Saleh und seiner Familie Straffreiheit zugesichert.

Nach Informationen des arabischen TV-Senders Al-Arabija wird Saleh seine Heimat verlassen. Der Nachrichtensender meldete am Mittwoch unter Berufung auf Vertreter der Vereinten Nationen, Saleh werde nun in die USA reisen. Dort lasse er sich medizinisch behandeln. Beobachter in der Region rechnen nicht damit, dass der 69-Jährige später in seine Heimat zurückkehren wird.

Saleh war im Juni bei einem Attentatsversuch schwer verletzt worden. Anschließend wurde er in Saudi-Arabien behandelt, bevor er schließlich in den Jemen zurückkehrte.

Saleh und die Vorsitzenden mehrerer Oppositionsparteien waren am Mittwoch in der saudischen Hauptstadt Riad eingetroffen, wo die Vereinbarung unterzeichnet werden soll, die Salih und seiner Familie Straffreiheit zusichern. Das Dokument sieht die Bildung einer Übergangsregierung vor. 90 Tage nach Unterzeichnung des Dokuments soll im Jemen ein neuer Präsident gewählt werden. Salih, der seit 1978 an der Macht ist, steht unter Druck. Seit Februar wird im Jemen für den Sturz des Präsidenten demonstriert.