Rentenversicherung

Bundeskabinett will Rentenbeitrag senken

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Rentenbeiträge sinken

Die über 20 Millionen Rentner in Deutschland können im kommenden Jahr mit steigende Renten, die Versicherten und Arbeitgeber mit niedrigeren Beiträgen rechnen.

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Von 19,9 auf 19,6 Prozent: Von dieser Senkung des Beitragssatzes in der Rentenversicherung sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen profitieren. Zugleich können Rentner auf eine Rentenerhöhung zwischen 2,3 Prozent im Westen und 3,2 Prozent im Osten hoffen.

Das Bundeskabinett hat die Senkung des Beitragssatzes in der Rentenversicherung von 19,9 auf 19,6 Prozent beschlossen. Die Ermäßigung soll Anfang 2012 wirksam werden und Arbeitnehmern und Arbeitgebern gleichermaßen zu gute kommen.

Möglich wird der Schritt durch die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt, die bei den Rentenkassen die Beitragseinnahmen sprudeln lässt. Die Beitragssatzsenkung bringt einem Durchschnittsverdiener eine Entlastung von 3,75 Euro im Monat.

„Die Rentenversicherung ist demografie- und zukunftsfest, die Rentenfinanzen sind stabil“, betonte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU).

Zugleich zeichnet sich ab, dass die Rentner Mitte kommenden Jahres auf eine deutliche Erhöhung zwischen 2,3 Prozent im Westen und 3,2 Prozent im Osten hoffen können.

Nicht profitieren werden von der Senkung des Beitragssatzes Gutverdiener im Westen mit einem Einkommen von mehr als 5600 Euro monatlich. Sie müssen wegen der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze im kommenden Jahr sogar geringfügig mehr in die Rentenversicherung einzahlen.

Zugleich hat das Bundeskabinett die Eckpunkte für eine Reform der Pflegeversicherung beschlossen. Dies verlautete aus Regierungskreisen. Einer Einigung der Koalitionsparteien zufolge soll der Pflegeversicherungsbeitrag zum 1. Januar 2013 um 0,1 Prozentpunkte steigen. Die 1,1 Milliarden Euro Zusatzeinnahmen sollen vor allem für die bessere Versorgung Demenzkranker eingesetzt werden.

Zudem soll die bestehende gesetzliche Pflegeversicherung durch eine freiwillige private Zusatzvorsorge ergänzt werden. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will am Mittag die Details der beschlossenen Eckpunkte erläutern.

( dpa/afp/dapd/bee )