Sanktionen verschärft

USA frieren Vermögen von Syriens Außenminister ein

Das Regime von Syriens Präsident Baschar al-Assad ist immer stärker isoliert. Nun froren die USA Konten seines Außenministers sowie seiner Sprecherin ein.

Foto: dpa / dpa/DPA

Die USA haben ihre Sanktionen gegen Syrien verschärft. Die US-Regierung fror Vermögen von Syriens Außenminister Walid al-Mualem, der Sprecherin von Präsident Baschar al-Assad, Buthaina Schaaban, und des syrischen Botschafters im Libanon, Ali Abdul Karim Ali, ein.

Zudem verbot das Finanzministerium in Washington US-Bürgern Geschäfte mit ihnen. Sie zählten zu den Verfechtern des Regimes, hieß es zur Begründung.

Mit den Sanktionen erhöhen die USA den Druck auf Präsident Assad, der auf die Forderung von Demonstranten nach seinem Abgang mit Härte reagiert. Einen amtierenden Außenminister mit Sanktionen zu belegen, ist ungewöhnlich. Mualem sei für die Gewalt in Syrien mit verantwortlich, hieß es in US-Regierungskreisen zur Begründung.

Soldaten erschießen 13-jährigen Jungen

Ermutigt durch den Erfolg in Libyen haben die Regierungsgegner in Syrien die Taktfrequenz ihrer Proteste zuletzt erhöht. Am Dienstag strömten Demonstranten im Anschluss an die Gebete zum Ende des Fastenmonats Ramadan auf die Straße. Soldaten erschossen Aktivisten zufolge mindestens vier Zivilisten, darunter einen 13-jährigen Jungen.

Seit Beginn der Demonstrationen im März wurden nach Berichten von Menschenrechtlern mindestens 3100 Zivilisten durch Soldaten oder Assad-treue Milizen getötet. Die Regierung hat ausländische Journalisten des Landes verwiesen, was eine Überprüfung der Angaben erschwert.

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