Angst vor Unruhen

China riegelt Tibet für ausländische Besucher ab

Unmittelbar vor dem 52. Jahrestag des tibetischen Aufstandes werden Reisen in die Region verboten. Offizieller Grund: Sicherheitsbedenken – und das Wetter.

Unmittelbar vor dem Jahrestag des Aufstands in Tibet gegen die chinesische Herrschaft haben die Sicherheitsbehörden Reisen von Touristen in die Region untersagt. Das Verbot sei wegen „schlechter Wetterbedingungen, begrenzter Unterkunftskapazitäten und aus Sicherheitsbedenken“ ergangen, teilte die offizielle Nachrichtenagentur Agentur Xinhua mit.

Am Donnerstag ist der 52. Jahrestag des tibetischen Aufstandes von 1959. Vor drei Jahren waren bei blutigen Zusammenstößen an diesem Tag nach offiziellen Angaben 21 Menschen ums Leben gekommen. Oppositionelle sprachen von mehr als 200 Toten.

Der Dalai Lama, der religiöse Führer der Tibeter, wird am Donnerstag voraussichtlich in seinem indischen Exil eine Erklärung abgeben. Weltweit sind Proteste gegen die chinesische Herrschaft in Tibet geplant. Peking fürchtet insbesondere Demonstrationen und Kundgebungen, die von den Volksaufständen in der arabischen Welt gestärkt sein könnten.

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