Explosion auf Militärstützpunkt

Zyperns Regierung tritt zurück

Zwei Wochen nach der verheerenden Explosion auf einem Militärstützpunkt ist die Regierung Zyperns zurückgetreten. Der Präsident des Landes, Demetris Christofias, will in wenigen Tagen neue Minister präsentieren - seinen eigenen Rückzug schloss er aus.

Foto: AFP

Mehr als zwei Wochen nach der tödlichen Explosion auf einem Militärstützpunkt in Zypern ist die Regierung des Inselstaats zurückgetreten. Wie Regierungssprecher Stefanos Stefanou am Donnerstag mitteilte, hatte Präsident Demetris Christofias die Minister um ihren Rücktritt gebeten, um den Weg für eine Kabinettsumbildung frei zu machen. Nach Beratungen mit den bisherigen Koalitionspartnern und weiteren Parteien wolle Christofias „bald“ eine neue Regierungsmannschaft aufstellen, die wirtschaftliche Reformen durchsetzen und „das Vertrauen wiederherstellen“ könne.

Bei der Explosion eines Containers mit beschlagnahmter iranischer Munition waren am 11. Juli 13 Menschen getötet worden. Schäden am wichtigsten Elektrizitätswerk führten zu Stromausfällen auf der Insel. Seit dem Unglück protestierten jeden Abend tausende Menschen gegen die Regierung, der sie Unfähigkeit vorwerfen. Verteidigungsminister Costas Papacostas und Außenminister Marcos Kyprianou waren bereits nach dem Vorfall zurückgetreten.

Die Regierung im griechischen Teil der Insel kam wegen der Explosion von fahrlässig gelagerter, beschlagnahmter Munition auf einem Marinestützpunkt am 11. Juli unter Druck. 13 Menschen wurden bei der schweren Detonation getötet. Ein Kraftwerk wurde zerstört.

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