Drei Explosionen

Tote nach Terroranschlag in Mumbai

Bei der Explosion von drei Sprengsätzen in der indischen Finanzmetropole Mumbai sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 81 wurden verletzt. Polizei und Regierung sprechen von koordinierten Anschlägen.

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Bei drei zeitgleichen Bombenanschlägen mitten im Berufsverkehr sind in der indischen Finanzmetropole Mumbai mehrere Menschen getötet worden.

Video: Reuters
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Explosionen in der indischen Finanzmetropole Mumbai: Die Detonationen hätten sich während des Berufsverkehrs ereignet, teilte die Polizei mit. Der indische Innenminister spricht von „koordinierten“ Terroranschlägen in der Wirtschaftsmetropole. Mindestens 21 Menschen seien getötet, viele weitere verletzt worden.

Die Detonationen ereigneten sich nach Polizeiangaben an besonders belebten Orten: Im Viertel Dadar in der Innenstadt, am berühmten Juwelier-Basar und im Geschäftsviertel Opera House. „Es muss ein Bombenanschlag sein“, sagte ein Minister im Fernsehen. Bewaffnete Polizei riegelte die Anschlagsorte ab.

Es handelt sich um die ersten Anschläge in der Millionenstadt seit einer verheerenden Anschlagsserie Ende November 2008. Am 26. November 2008 hatten mehrere islamistische Terrorkommandos einen Bahnhof, ein Krankenhaus, ein Touristencafé, ein jüdisches Zentrum sowie die beiden Luxushotels Taj Mahal und Trident Oberoi gestürmt. Den indischen Sicherheitskräften gelang es erst nach mehr als zwei Tagen, die letzten der insgesamt zehn Angreifer zu töten, die sich in den beiden Luxushotels mit mehreren Geiseln verschanzt hatten.

Bei der Angriffserie kamen insgesamt 166 Menschen ums Leben, darunter auch zahlreiche Ausländer. Indien machte die islamistische Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba für die Angriffe verantwortlich und warf seinem Erzrivalen Pakistan vor, die Gruppe unterstützt zu haben. Der Streit führte zum Abbruch der ohnehin bereits stockenden Friedensverhandlungen zwischen den beiden nuklear bewaffneten Bruderstaaten.

Auch zuvor war Mumbai bereits wiederholt Schauplatz blutiger Anschläge. So starben bei einer Serie von Bombenanschlägen am 11. Juli 2006 auf Bahnhöfen und in mehreren Pendlerzügen insgesamt 209 Menschen, mehr als 700 weitere wurden verletzt. Auch damals machte die Regierung Lashkar-e-Taiba für die Gewalttaten verantwortlich.