Griechischer Ministerpräsident

Papandreou bietet seinen Rücktritt an

Erstaunlicher Zug: Nachdem sich die Massendemonstrationen in Athen dramatisch zugespitzt haben, soll der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou seinen Rücktritt angeboten haben. Damit würde er den Weg für eine Einheitsregierung ebenen.

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Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat nach Informationen aus Regierungskreisen der Opposition seinen Rücktritt angeboten. Er schlug demnach die Bildung einer gemeinsamen Regierung der „Nationalen Einheit“ vor. Papandreou soll dabei im Gegenzug auch bereit sein, auf sein Amt zu verzichten, hieß es weiter.

Nach der dramatischen Zuspitzung der Lage mit Massendemonstrationen in Athen gegen das neue Sparpaket der sozialistischen Regierung habe Papandreou diesen Schritt der größten oppositionellen bürgerlichen Partei Nea Dimokratia (ND) vorgeschlagen, heißt in Regierungskreisen. „Wenn es sein muss“ sei Papandreou zum Amtsverzicht bereit, hieß es. Diese „Einheits“-Regierung solle alle nötigen und schmerzhaften Reformen durchsetzen, die notwendig sind, um weitere Milliardenhilfen von der EU und dem Internationalem Währungsfonds (IWF) zu erhalten.

Wie es aus Kreisen der konservativen Partei Nea Dimokratia (ND) hieß, habe ND-Chef Antonis Samaras Papandreou vorgeschlagen, es sollte eine kurzfristige Kooperation geben, die das Land in den nächsten Monaten durch die Krise führt. An der Spitze dieser Regierung sollte aber nicht Papandreou stehen.