Nach den Landtagswahlen

Künast - Grüne werden Stuttgart 21 verhindern

Wie weiter mit dem umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21nach dem Wahlerfolg der Grünen in Baden-Württemberg? Die Spitzenkandidatin der Grünen für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, Renate Künast, ist sich sicher, ihre Partei wird alles unternehmen, um den bau zu verhindern.

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Die Grünen feiern Wahlerfolge und Winfried Kretschmann als wahrscheinlichen neuen Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg.

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Die Spitzenkandidatin der Grünen für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, Renate Künast, sieht sich durch den Erfolg der Grünen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in ihrem Kurs bestätigt. „Es ist eine Bestätigung für meinen Kurs, der in die Mitte der Bevölkerung geht“, sagte sie im Interview mit Morgenpost Online. „Wir haben längst gelernt, dass es für die Grünen nicht nur um Ökologie und eine kleine ökologische Wirtschaftsnische geht, sondern dass wir Umweltpolitik mit Wirtschaft verbinden – und zwar in allen Bereichen.

Die Wahlergebnisse sieht sie auch als Zeichen für Berlin: „Ich sehe die Chance, dass auch die Berlinerinnen und Berliner sagen: ‚Wir wollen einen neuen Anfang.’“ Dabei gibt sie sich kämpferisch. „Ich sage ganz klar, wir wollen stärkste Partei in Berlin werden und den Senat führen. Die größte Schnittmenge gibt es mit der SPD, aber wir treten ja an, uns mit der ganzen Stadt auf den Weg zu machen. Ich schließe also keine Koalition aus.“

Künast geht dabei nicht davon aus, dass die Grünen bis zum Wahltermin im September wieder entzaubert sein werden. Der designierte Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, befinde sich voll in der Wirklichkeit. Niemand habe so klar gesagt, dass es harte Zeiten gebe werde. „Er wird alles rechtlich Mögliche unternehmen, um Stuttgart 21 zu verhindern. Es ist genau die Klarheit, ohne Drumherum zu reden, die sich bewähren wird.“

Zugleich baut sie auf die Hilfe Kretschmanns: „Ich habe Winfried Kretschmann schon in seinem Wahlkampf unterstützt, und er wird uns ganz sicher in Berlin helfen. Nicht nur einmal.“