Bundesdatenschutzbeauftragter

Schaar sieht in Angriff auf Sony "Daten-GAU"

Hacker haben die Kunden-Daten von Millionen Nutzern der Online-Dienste des Sony-Konzerns erbeutet. Es geht um Adressen, Passwörter und möglicherweise auch Kreditkarten-Nummern. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hofft, dass der "Daten-GAU" die Bürger im Umgamg mit ihren Daten sensibilisiert.

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Bei einem Hackerangriff sind nach Angaben des Elektronikkonzerns Sony die persönlichen Daten von etwa 77 Millionen Nutzern der Spielkonsole PlayStation gestohlen worden.

Video: Reuters
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Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hofft, dass der Hacker-Angriff auf die Playstation von Sony die Bürger vorsichtiger im Umgang mit ihren eigenen Daten werden lässt. "Dieser Daten-GAU zeigt, dass es immer ein Restrisiko gibt, wenn viele Daten gespeichert werden", sagte Schaar Morgenpost Online.

Er begrüße es allerdings, "dass Sony mit den Informationen über das Daten-Leck an die Öffentlichkeit gegangen ist". Datensparsamkeit und Datensicherheit seien zentrale Grundvoraussetzungen, um solch einen Daten-Unfall zu verhindern. Der zuständige britische Datenschutzbeauftragte werde nun die Details klären.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz entgegnete: "Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Sony das bekanntgibt. Mich treibt eher die Frage um, warum man eine Woche lang damit gewartet hat. Der leiseste Verdacht, dass mit Kreditkartendaten von Millionen Kunden Unfug getrieben wird, sollte hinreichen, um damit an die Öffentlichkeit zu gehen."