Nahost

Abbas droht mit Auflösung der Autonomiebehörde

Foto: dpa

Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas will bei einem Scheitern der Friedensverhandlungen seine Behörde abgeben – an Israel und die USA. Neue Gespräche laufen.

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hat bei einem Scheitern der Friedensverhandlungen erneut mit der Auflösung der Autonomiebehörde gedroht. Im palästinensischen Fernsehen bezeichnete er den Schritt am späten Freitagabend als letzten Ausweg, sollte Israel nicht dem geforderten Siedlungsstopp in palästinensischen Gebieten nachkommen.

„Ich werde die Amerikaner und den Israelis auffordern, dem ganzen ein Ende zu machen“, sagte Abbas. Er könne so nicht mehr weitermachen. „Wir haben eine Besatzung und dann wieder nicht. Nein, behaltet alles und entbindet mich von meiner Verantwortung.“

Bei einer Auflösung der Autonomiebehörde müsste Israel auch die finanzielle Verantwortung für die 2,2 Millionen Palästinenser im Gazastreifen übernehmen.

Nach Wochen des Schweigens sprachen Abbas und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erstmals wieder miteinander. Netanjahu dankte Abbas telefonisch für die Hilfe des palästinensischen Zivilschutzes bei der Bekämpfung der Waldbrände in Israel.

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