Libyen

USA und Alliierte suchen nach Asylland für Gaddafi

Sollte Muammar al-Gaddafi aufgeben, darf er in ein Land ausreisen, das ihn nicht an den Strafgerichtshof in Den Haag ausliefert. In Frage kommen jedoch nur einige wenige afrikanische Staaten, um die sich die USA nun gemeinsam mit ihren Alliierten bemühen.

Foto: picture alliance / Photoshot

Die USA suchen offenbar nach einem Asylland für Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi. Es kämen allerdings nur wenige Länder infrage, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf Regierungsvertreter. Gaddafi drohen Anklagen vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, das schränke die Auswahl erheblich ein. Gesucht werde ein Land, welches das sogenannte Rom-Statut zur Anerkennung des Gerichts nicht ratifiziert hat. Neben einer Reihe afrikanischer Länder gilt dies auch für die USA.

relatedlinksWashington bemühe sich, „irgendeinen friedlichen Ausweg zu organisieren, wenn sich die Gelegenheit bietet“, zitierte die Zeitung einen US-Beamten. Gaddafi drohen Anklagen wegen Menschenrechtsverbrechen gegen das eigene Volk und des Anschlags 1988 auf eine PanAm-Maschine über dem schottischen Lockerbie mit 270 Toten.

Unterdessen haben Truppen Gaddafis am Sonntag erneut die von Aufständischen gehaltene Stadt Adschdabija beschossen. Auch aus Misrata wurden wieder heftige Gefechte gemeldet. Menschenrechtler und Kämpfer der Rebellen berichteten, dabei sei auch international geächtete Streubombenmunition eingesetzt worden. Die libysche Regierung bestreitet dies allerdings.

Der Kampf gegen das Regime Gaddafis könnte sich nach Einschätzung Frankreichs noch lange hinziehen. „Es besteht das Risiko, dass dieser Krieg andauert“, sagte der französische Verteidigungsminister Gérard Longuet der Tageszeitung „Le Parisien“. Ähnlich äußerte sich auch der Chef des Bundesnachrichtendienstes, Ernst Uhrlau. Seiten 2 und 6

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