Philippinen

Präsident will weiterrauchen

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Manila – Nein, er will nicht mit gutem Beispiel vorangehen: Der frisch gewählte Präsident der Philippinen Benigno Aquino III., genannt Noynoy, weigert sich, seine geliebten Zigaretten aufzugeben.

Mehrere nationale Gesundheitsorganisationen haben den Kettenraucher bereits aufgefordert, sein Laster zu bekämpfen. Auch Senatoren und Angeordnete machen sich Sorgen. Schließlich sei es schwierig für seine Bodyguards, den Präsidenten zu beschützen, wenn er ständig für eine schnelle Zigarette vor die Tür müsse. Aber Noynoy winkt ab.

Sein neuer Job mache das Rauchen für ihn notwendig. „Ich werde unter großem Druck stehen. Sollte ich wirklich noch weiteren, unnötigen Druck oben draufsetzen?“ Und er warnt: „Vielleicht würde das sogar meine Entscheidungen beeinflussen...“

Aquino raucht ein Päckchen Zigaretten am Tag, in Stresszeiten sogar bis zu drei.

Seine Lieblingsmarke sind Marlboro Lights Menthol. Der 50-Jährige gibt zähneknirschend zu, dass ein Entzug sicher besser für seine Gesundheit wäre.

Irgendwann werde er sich der Herausforderung sicher stellen – aber nicht jetzt. Solange er die Regeln für Raucher befolge und niemandem mit seinem Qualm störe, sei er frei, seiner Sucht zu frönen.

Immerhin: „Dies ist eine der wenigen Freiheiten, die mir noch bleiben“, so der Sohn der philippinischen Demokratie-Ikone Corazon Aquino. Am 30. Juni tritt Noynoy sein Amt an. Mit Glimmstengel.

Sophie Mühlmann