Unruhen

Auswärtiges Amt empfiehlt Ausreise aus Jemen

Alle Deutschen, die sich im ärmsten Land der arabischen Halbinsel aufhalten, sollten so schnell wie möglich ausreisen, warnt das Ministerium.

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Unter dem Druck der anhaltenden Proteste im Land hat Jemens Präsident Ali Abdullah Saleh ein Referendum über eine neue Verfassung noch in diesem Jahr angekündigt.

Video: Reuters
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Wegen der anhaltenden Auseinandersetzungen im Jemen hat das Auswärtige Amt seine Reisewarnung für das ärmste Land der arabischen Halbinsel verschärft. Allen Bundesbürgern, die sich noch im Jemen aufhalten, wird nun die Ausreise empfohlen. Nach Schätzungen des Ministeriums betrifft dies etwa 200 bis 250 Deutsche, die derzeit noch in der Hauptstadt Sanaa und anderen Landesteilen sind. Vor Reisen in den Jemen warnt die Bundesregierung bereits seit längerer Zeit.

Der von Regimegegnern bedrängte Präsident Ali Abdullah Salih versprach am Donnerstag eine umfassende Verfassungsreform. Seit Wochen fordern Demonstranten den Rücktritt Salihs, der in Sanaa seit 1978 an der Macht ist. Bislang hatte er lediglich angekündigt, 2013 nicht mehr für das höchste Staatsamt zu kandidieren. Während der wochenlangen Kundgebungen eröffneten Sicherheitskräfte immer wieder das Feuer.