Wahlkampf im Südwesten

Grünen-Spitzenkandidat rügt perfide CDU-Kampagne

Die Kampagne der CDU um seine Gesundheit habe ihn getroffen, sagt Winfried Kretschmann der Morgenpost Online. Der Grünen-Spitzenkandidat spürt die Wechselstimmung.

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Der grüne Spitzenkandidat in Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, wirft CDU-Ministerpräsident Stefan Mappus einen unanständigen und perfiden Wahlkampf vor. Die Kampagne der CDU um seine Gesundheit und sein Alter habe ihn getroffen, sagte Kretschmann der "Morgenpost Online“.

Das solle suggerieren: „Der Kretschmann ist nur ein Pappkamerad, im Hintergrund lauert der Özdemir.“ In dieser Kombination sei das „perfide und unanständig“. Kretschmann sprach von „unakzeptablen Angriffen“. Er fühle sich fit und gesund. Parteichef Cem Özdemir sehe seine Aufgabe in Berlin. Mappus pflege einen Regierungsstil, dem Besonnenheit, Maß und Berechenbarkeit fehlten, kritisierte Kretschmann.

In Baden-Württemberg herrsche Wechselstimmung, sagte Kretschmann. „So etwas habe ich in über 30 Jahren Politik in Baden-Württemberg noch nicht erlebt.“ Eine Zusammenarbeit mit der Linken wollte Kretschmann, der eine rot-grüne Koalition anstrebt, nicht völlig ausschließen. „Ich betreibe keine Ausschließeritis“, betonte der grüne Politiker. Es spreche aber nichts dafür, dass die Linke nach der bizarren Kommunismusdebatte in den Landtag komme. „Mit ihnen zu regieren kann ich mir nicht vorstellen.“ Für Ausnahmesituationen wie im Saarland oder in NRW müsse man aber gesprächs- und handlungsfähig bleiben.

In Baden-Württemberg wird am 27. März gewählt. Schwarz-Gelb und Rot-Grün liegen in Umfragen gleichauf.