Familienministerin

Kristina Schröder fühlt sich "fremdbestimmt"

Die Beobachtung durch die Medien belastet die Ministerin. Fragen zu ihrem Privatleben will sie auch nach der Geburt ihres Kindes nicht beantworten.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) fühlt sich in ihrem Job "fremdbestimmt". Dem "Zeit-Magazin" gegenüber klagte die 33-Jährige über die harte mediale Beobachtung in den ersten Monaten ihrer Amtszeit.

Zudem habe sie der Vorwurf verletzt, dass sie geheiratet habe, kaum dass sie Ministerin geworden sei, sagte Schröder. Als Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sie gefragt habe, ob sie den Posten übernehmen wolle, hätte sie sich gemeinsam mit ihrem Mann gefragt: "Stehen wir das beide durch?" Sie habe ihre Zusage allerdings nie bereut.

Die Familienministerin, die mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Ole Schröder (CDU), verheiratet ist, erwartet im Juli ihr erstes Kind. Jetzt werde sie noch häufiger mit Medienanfragen zu ihrem Privatleben konfrontiert, sagte Schröder.

"Einige Menschen erwarten, dass eine Familienministerin genau darüber Auskunft gibt, wer den Pastinakenbrei anrührt und wer nachts aufsteht, wenn das Kind schreit", sagte sie. Sie und ihr Mann seien aber "wild entschlossen, diese privaten Fragen auch weiter nicht öffentlich zu beantworten."