Gewagter Vergleich

CDU-General warnt vor Sparpolitik wie in Weimar

Der neue Generalsekretär Hermann Gröhe hat die CDU-Länderchefs gewarnt, mit ihrem Widerstand gegen die Steuerpläne der schwarz-gelben Bundesregierung die Glaubwürdigkeit der Union aufs Spiel zu setzen. Um seinen Worten mehr Gewicht zu verleihen, zog der Pofalla-Nachfolger einen gewagten historischen Vergleich.

Foto: dpa / dpa/DPA

Im unionsinternen Streit über die von Kanzlerin Angela Merkel geplanten Steuersenkungen hat der neue CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe die Ministerpräsidenten aus den eigenen Reihen in die Schranken gewiesen. Gröhe warnte die Landespolitiker davor, mit ihrem Widerstand gegen die Steuerpläne die Glaubwürdigkeit der Union aufs Spiel zu setzen. Die kostenträchtigen Entlastungen seien seriös, sagte Gröhe der „Financial Times Deutschland“.

„Seriosität heißt jetzt allerdings auch, unsere zugegebenermaßen hochgesteckten Ziele offensiv anzugehen. Ein Hochspringer kann nicht schon vor dem Anlauf nur über ein mögliches Scheitern nachdenken, dann wird er die Latte in jedem Fall reißen“, sagte Gröhe.

Er warnte die Ministerpräsidenten auch vor zu rigiden Sparplänen und erinnerte dabei an die Sparpolitik der Weimarer Krisenzeit. „Damals hat man am Ende nicht nur eine Ökonomie, sondern auch noch eine Demokratie zu Grunde gerichtet.“

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