Milliarden-Geschäfte

Obama will in Indien US-Arbeitsplätze schaffen

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Foto: REUTERS

Der US-Präsident hat zum Auftakt seiner Indien-Reise den Abschluss von Geschäften im Wert von zehn Milliarden Dollar angekündigt.

Mit Verträgen im Wert von zehn Milliarden Dollar im Gepäck, reiste US-Präsident Obama in die indische Millionenstadt Mumbai. Die bevorstehenden Vertragsschlüsse werden zur Schaffung von mehr als 50.000 Stellen in den USA führen, sagte Obama. Er wies darauf hin, dass viele Amerikaner Indien als "Land der Call-Center“ sehen, dem Stellen in den USA zum Opfer gefallen seien. Tatsächlich hätten die Wirtschaftsbeziehungen beide Völkern zu mehr Jobs, mehr Wachstum und höheren Lebensstandards verholfen. Die USA würden Indien heute als "Gelegenheit sehen, unsere Exporte auf einem der am schnellsten wachsenden Märkte der Welt zu verkaufen“.

Obama reiste wenige Tage nach der Niederlage seiner Demokraten bei der Kongresswahl nach Asien. Die vergleichsweise hohe Arbeitslosigkeit in den USA war eines der bestimmenden Themen im Wahlkampf.

Zu den von Obama angekündigten Abschlüssen gehören bereits länger laufende Geschäfte wie die Lieferung von General-Electric-Gasturbinen und Passagierflugzeuge von Boeing. Ein Sprecher des Präsidialamts kündigte zudem die Aufhebung von Exportbeschränkungen an, die 1998 nach den indischen Atomtests erlassen worden waren. Auch soll der Technologie-Export erleichtert werden. „Wir werden am Ende Indien ähnlich behandeln wie andere enge Verbündete und Partner statt wie ein Land, das uns Sorgen macht“, sagte der Sprecher.

Obama hält sich bis Dienstag in Indien auf. Am Taj Mahal Palace Hotel gedachte er der Opfer der Anschläge von 2008, als Islamisten bei einem 60 Stunden dauernden Angriff 166 Menschen töteten. In den indischen Medien wurde kritisiert, dass der Präsident dabei nicht die mutmaßliche Rolle Pakistans bei dem Angriff ansprach. Indien wirft dem Erzfeind vor, in den Anschlag verwickelt zu sein. Pakistan ist einer der wichtigsten Verbündeten der USA beim Kampf gegen die al-Qaida im Grenzgebiet zu Afghanistan.

( Reuters/fmy )

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