Terrorismus

Al-Qaida-"Schläfer" spionierte British Airways aus

Jahrelang arbeitete ein Islamist als Computerexperte bei der Fluggesellschaft British Airways. Er plante einen Bombenanschlag auf ein Flugzeug.

Die Fluggesellschaft British Airways ist jahrelang von einem islamistischen "Schläfer" in den eigenen Reihen ausspioniert worden. Ein Londoner Gericht sprach den Computerexperten Radschib Karim schuldig, einen Terroranschlag geplant zu haben.

Der 31 Jahre alte Informatiker habe seine Position in dem Unternehmen genutzt, um einen Anschlag auf ein Flugzeug zu planen, entschied das Gericht. Der aus Bangladesch stammende Angeklagte sei entschlossen gewesen, als Märtyrer zu sterben und sich in den USA mit der Maschine in die Luft zu sprengen.

Dazu habe er versucht, seine Versetzung vom Boden- zum Kabinenpersonal bei British Airways zu erreichen. Außerdem habe der 31-Jährige seinen Job genutzt, um geheime Informationen über die Sicherheitssysteme an eine Al-Qaida-Terrorzelle im Jemen weiterzugeben.

Im Lauf des Prozesses gab Karim außerdem seine Mitarbeit an einem Video zu, in dem um Spenden und freiwillige Helfer für terroristische Aktivitäten geworben wurde. Die Verkündung des Strafmaßes soll am 18. März erfolgen.


Karim leugnete die Pläne. Die Richter sahen es aber als erwiesen an, dass der streng religiöse Mann seit der zweiten Jahreshälfte 2009 enge Kontakte zu dem fundamentalistischen Prediger Anwar al-Awlaki gepflegt hatte. Dieser soll mit dem al-Qaida in Verbindung stehen.

Der Angeklagte habe jahrelang ein Doppelleben geführt. Mit seinen Kollegen habe der ruhige Familienvater immer ein gutes Verhältnis gehabt. Er sei nie durch extreme Ansichten aufgefallen.

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