Pakistan

Attentäter in Schuluniform tötet fast 30 Soldaten

Ein junger Mann hat in einem Trainingszentrum der Armee zahlreiche Soldaten getötet. Er sprengte sich, gekleidet in eine Schuluniform, in die Luft.

Foto: AFP

Ein jugendlicher Selbstmordattentäter in einer Schuluniform hat in der nordwestpakistanischen Stadt Mardan mindestens 27 Soldaten mit in den Tod gerissen. Der Chef der Stadtverwaltung, Muhammad Adil, sagte, 40 weitere Soldaten seien verletzt worden. Zivilisten seien nicht betroffen. Schwerverletzte wurden per Hubschrauber in die Provinzhauptstadt Peshawar geflogen.

Ein Polizeisprecher sagte, der jugendliche Attentäter habe in das schwer gesicherte Trainingszentrum der Armee eindringen können, weil er als Schulkind verkleidet gewesen sein. Zu dem Angriff kam es nach Armeeangaben während der Morgenübungen der Soldaten, bei denen die Männer unter anderem Paraden proben.

Zu dem Anschlag bekannte sich wenige Stunden später in einem Anruf bei der Nachrichtenagentur AFP ein Sprecher der pakistanischen Taliban.

Mardan liegt im Nordwesten Pakistans an der Grenze zu Afghanistan. Die kleine Garnisonsstadt befindet sich nicht weit von den unruhigen Stammesgebieten im Grenzgebiet entfernt, die als Bastion von pakistanischen und afghanischen Islamistengruppen sowie als Hauptrückzugsort des Terrornetzwerks al-Qaida gelten. In von rund dreieinhalb Jahren wurden in Pakistan mehr als 4000 Menschen bei Anschlägen getötet.

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