Verhandlungen

Gespräche zwischen Nord- und Südkorea scheitern

Foto: AFP

Erstmals seit drei Monaten haben Vertreter Nord- und Südkoreas wieder offiziell miteinander gesprochen. Die Unterhändler gingen offenbar im Streit auseinander.

Die militärischen Gespräche zwischen Nord- und Südkorea sind nach Angaben der Regierung in Seoul ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. „Die Verhandlungen sind gescheitert. Die Unterhändler konnten sich nicht einmal auf ein Datum für das nächste Treffen verständigen“, sagte ein Vertreter des südkoreanischen Wiedervereinigungsministeriums.

Nach Medienberichten hatte Südkorea den Norden bei den zweitägigen Gesprächen aufgefordert, die Verantwortung für das Versenken eines südkoreanischen Kriegsschiffs im März sowie für den tödlichen Angriff auf eine südkoreanische Insel im November zu übernehmen. Das Verteidigungsministerium in Seoul äußerte sich dazu nicht.

Die Gespräche auf militärischer Ebene waren die ersten Verhandlungen zwischen den beiden verfeindeten Staaten seit mehr als einem Vierteljahr. Die Offiziere sollten eigentlich auch Verhandlungen auf höherer Ebene vorbereiten. Diese sind Bedingung für eine Wiederaufnahme der seit mehr als zwei Jahren auf Eis liegenden Sechs-Parteien-Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm.

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