Irak

Vater tötet von al-Qaida angeworbene Tochter

Ein Mann im Irak hat seine Tochter getötet, weil sie als Selbstmordattentäterin sterben wollte. Sie soll sich al-Qaida angeschlossen haben.

Foto: picture-alliance/ dpa / dpa

Ein Vater hat im Irak seine Tochter getötet, weil sie angeblich im Auftrag des Terrornetzwerks al-Qaida einen Selbstmordanschlag verüben wollte. Wie ein Polizeisprecher in Baakuba sagte, gestand der Bauer, vor 40 Tagen seine 19-jährige Tochter Schachla getötet zu haben. Anschließend habe er die Leiche nahe des Wohnhauses in Mandali, 100 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bagdad, vergraben.

Die Region war lange Zeit eine Hochburg von al-Qaida, mit großangelegten Militäreinsätzen wurden die Aufständischen aber 2008 weitestgehend vertrieben.

In Bagdad inhaftierte Al-Qaida-Mitglieder hätten ausgesagt, die 19-Jährige für einen Selbstmordanschlag im Norden der irakischen Hauptstadt angeworben zu haben, sagte der Polizeisprecher.

Am Dienstag sei die Polizei dann nach Mandali gefahren, um die junge Frau festzunehmen, habe sie aber nicht finden können. Daraufhin hätten die Polizisten den Vater festgenommen und zur Polizeistation in Baakuba gebracht. Nach dreitägigen Verhören habe der 52-Jährige schließlich gestanden, seine Tochter umgebracht zu haben, als er von ihren Plänen erfahren habe. Anschließend führte er die Polizei zu der Leiche.

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