Ganzkörperverschleierung

FDP-Politiker verlangt Burka-Verbot in Deutschland

Der türkischstämmige Serkan Tören plädiert für ein Burka-Verbot. Das Kleidungsstück sei ein "mobiles Frauengefängnis".

Foto: dpa

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Serkan Tören hat erneut ein Burka-Verbot auch in Deutschland gefordert. Nach dem Vorbild Frankreichs und Belgiens sei es auch in Deutschland Zeit zum Handeln. „Das Tragen einer Ganzkörperverschleierung, wie der Burka, stellt einen Verstoß gegen die Menschenwürde dar. Auch das freiwillige Tragen der Burka kann nicht hingenommen werden, da über die Menschenwürde der Einzelne nicht frei verfügen kann“ sagte der türkischstämmige Politiker der „Leipziger Volkszeitung“.

Religiöse Gründe kann der integrationspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion als Rechtfertigung nicht erkennen. „Die Burka ist kein religiöses, sondern ein politisches Symbol gegen unsere staatliche Ordnung und ein Mittel zur Unterdrückung der Frau“, argumentierte Tören. Die Burka sei ein „mobiles Frauengefängnis“.

Weniger Einwände hat FDP-Politiker gegen das Tragen einer Burkini-Badebekleidung. Hier sei das Gesicht zu erkennen, ein wesentlicher Unterschied zur Burka. Ob muslimische Frauen das Baden im Burkini in öffentlichen Schwimmbädern erlaubt werden soll, sollten die Betreiber vor Ort entscheiden.


In mehreren europäischen Ländern wird über ein Verbot der Vollverschleierung muslimischer Frauen debattiert. Im Juli hatte in Frankreich die Nationalversammlung für ein Burka-Verbot gestimmt. Bereits im Frühjahr hatte Belgien ein Gesetz beschlossen, das Frauen das Tragen des Ganzkörperschleiers in der Öffentlichkeit verbietet. Hingegen sprachen sich in Deutschland Politiker aus verschiedenen Parteien gegen eine solches Verbot aus. Sie verwiesen auf das Persönlichkeitsrecht und die sehr geringe Zahl von Burka-Trägerinnen.

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