Martina Münch

Neue Bildungsministerin ist Mutter von sieben Kindern

Manche nennen sie die "Ursula von der Leyen der SPD". Wie die Bundesfamilienministerin ist Martina Münch politische Quereinsteigerin, und auch sie hat sieben Kinder.

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Im November 2009 wurde Martina Münch Brandenburgs neue Ministerin für Hochschule, Wissenschaft und Kultur. Jetzt tritt die Ärztin die Nachfolge ihres zurückgetretenen Parteikollegen Holger Rupprecht an und übernimmt das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport.

Von 1980 bis 1987 studierte die Heidelbergerin in Hamburg, London und den USA Medizin. Viele Jahre arbeitete sie als Ärztin in der Neurologie in Berlin. 1994 folgte sie ihrem Mann nach Cottbus, der eine neue Arztstelle an einer Klinik antrat.

1998, da war sie mit ihrem fünften Kind schwanger, entdeckte Martina Münch die Politik für sich. 1998 wurde sie Stadtverordnete in Cottbus mit den Schwerpunkten Soziales, Bildung und Kultur. 1999 gehörte sie zu den Mitbegründern der Initiative „Cottbuser Aufbruch – für ein gewaltfreies tolerantes Miteinander“. Bei den Landtagswahlen 2004 und 2009 holte Münch jeweils das Direktmandat in ihrem Wahlkreis. Mitglied des Landesvorstandes und Vizeparteichefin der märkischen SPD ist die 49-Jährige seit 2006.

Ihre Familie, neben dem Ehemann fünf Jungen und zwei Mädchen, lebt noch immer in Cottbus. Immerhin ein besonderer Klingelton ertönt aber, wenn ein Familienmitglied anruft. Auch wenn Münch in einer wichtigen Besprechung sitzt, wird sie unruhig, wenn der Familienton zum zweiten Mal bimmelt. Dann nimmt sie den Anruf, wenn irgend möglich, trotzdem entgegen. BM