Sabine Kunst

Von der Uni ins Wissenschaftsministerium

Sabine Kunst gilt als Macherin. Die Präsidentin der Universität Potsdam war 2010 Hochschulmanagerin des Jahres. Die „Financial Times Deutschland" und das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) würdigten damit, dass Kunst weitreichende Reformen vorangetrieben habe.

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Sabine Kunst gilt als erfolgreiche Hochschulmanagerin im Wettbewerb um Studenten und Professoren. Jetzt soll die 55-Jährige im Brandenburger Kabinett Wissenschaftsministerin werden.

Die Kollegen an der Uni sind voll des Lobes: „Sie ist eine richtig Gute“, sagte ein Mitarbeiter am Donnerstag. Die Mutter dreier erwachsener Kinder hat in den Bereichen Umweltbiotechnologie, Bauingenieur- und Vermessungswesen sowie Politikwissenschaft promoviert. Die Blondine mit frechem Kurzhaarschnitt war lange Jahre Professorin an der Universität Hannover. Seit Januar 2007 ist sie Präsidentin der Universität Potsdam. Ihre Forschungstätigkeit hat sie immer wieder ins Ausland geführt – unter anderem nach China und Kapstadt. Bis 2007 war Kunst in viele Projekte zur Ressource Wasser eingebunden – in Südafrika, Mexiko, Costa Rica, Brasilien und Sibirien. Seit Juni 2010 ist sie Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), die weltweit größte Organisation dieser Art. Zudem ist Kunst Mitglied des Rundfunkrats des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) und Sprecherin des Netzwerks mittelgroßer Universitäten, dem 25 deutsche Hochschulen angehören. Neben all den Erfolgen gab es im vergangenen November einen kleinen Dämpfer: Im Rennen um den Rektorenposten der Uni Leipzig musste Kunst ihrer Mitbewerberin, der Osnabrücker Medizin-Professorin Beate Schücking, den Vortritt lassen.