Prozess

Times-Square-Bomber zu lebenslänglich verurteilt

Faisal Shazad hatte versucht, drei Sprengsätze am New Yorker Times Square zu zünden. Nur ein technischer Defekt hatte eine Katastrophe verhindert. Vor Gericht zeigte der Attentäter keine Reue.

Wegen des versuchten Bombenanschlags am Times Square in New York hat ein US-Gericht den Angeklagten Faisal Shahzad am Dienstag zu lebenslanger Haft verurteilt. Der aus Pakistan stammende US-Bürger hatte in dem Verfahren gestanden, am 1. Mai eine selbst gebaute Autobombe am Straßenrand deponiert zu haben, um möglichst viele Passanten zu töten.

Der 30-Jährige wollte nach eigenen Angaben in einem von ihm auf dem Broadway abgestellten Geländewagen drei Bomben zünden. Nur das technische Versagen der Bombe hatte ein Blutvergießen verhindert.

Im vergangenen Jahr hatte Shahzad nach eigener Aussage in einem Trainingslager der radikalislamischen Taliban in Pakistan den Bombenbau gelernt. Mit dem versuchten Attentat habe er gegen die Militäreinsätze der USA im Irak, in Afghanistan und Pakistan protestieren wollen.

Die Staatsanwaltschaft warf ihm unter anderem Terrorismus und versuchten Einsatz von Massenvernichtungswaffen vor. Shahzad bekannte sich in allen Anklagepunkten für schuldig.

Vor Gericht zeigte er keine Reue. Nach der Urteilsverkündung rief er: „Allahu akbar“ (arabisch für „Gott ist groß“). Die USA müssten sich auf einen Krieg „gefasst machen“, drohte er.

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