Mumbai-Terror

Angeklagter des Mordes schuldig gesprochen

Knapp eineinhalb Jahre nach der Terrorserie von Mumbai hat ein Sondergericht den einzigen überlebenden Angreifer schuldig gesprochen. Ihm wird unter anderem Mord und "Kriegsführung gegen Indien" vorgeworfen. Durch die Anschläge kamen mehr als 170 Menschen ums Leben. Mohammed Ajmal Amir Iman droht die Todesstrafe.

Im Prozess gegen den einzigen überlebenden Attentäter der Anschläge von Mumbai (bis 1995 Bombay) im November 2008 ist der Angeklagte des Mordes und der Kriegsführung gegen Indien schuldig gesprochen worden.

Ein Sondergericht in der indischen Metropole verkündete das Urteil gegen Mohammed Ajmal Amir Iman, bekannt als Kasab.

Richter M.L.Tahaliyani sagte, Kasab habe „Krieg gegen Indien geführt, Menschen am Bahnhof CST und Regierungsvertreter getötet und den anderen neun Terroristen Beihilfe geleistet".

Dies waren die schwerwiegendesten Anklagepunkte gegen den 22-jährigen Pakistaner.

Ein Reporter des Nachrichtensenders NDTV, der zur Urteilsverkündung zugelassen war, sagte, Ajmal Amir Kasab sei in allen 86 Anklagepunkten schuldig befunden worden.

Das Strafmaß soll in den kommenden Tagen verkündet werden – ihm droht die Todesstrafe.

Die Staatsanwaltschaft hatte als Beweis für seine Schuld Bilder von Überwachungskameras vorgelegt, die den Angeklagten und einen Komplizen mit Sturmgewehren auf dem Victoria-Bahnhof in Mumbai zeigten.

Durch Schüsse und Granaten waren in dem Bahnhof 52 Menschen getötet und 109 weitere verletzt worden.

Bei der Anschlagsserie auf den Bahnhof, mehrere Luxus-Hotels und andere Ziele waren insgesamt mehr als 170 Menschen ums Leben gekommen, darunter neun Attentäter.

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