Verbraucherschutz

Aigner fordert Liste von Schmuddel-Restaurants

Die Verbraucherministerin will die Transparenz der Lebensmittelüberwachung verbessern. Widerstand wird aus den südlichen Bundesländern erwartet.

Foto: APN / APN/AP

Gäste von Restaurants sollen sich künftig auf einen Blick über die Sauberkeit der Betriebe und die Qualität der Speisen informieren können. „Wenn die Lebensmittelüberwachung gravierende Beanstandungen feststellt, dann sollten Verbraucher auch die Möglichkeit haben, davon zu erfahren“, sagte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) dem "Tagesspiegel“.

Aigner will die Länder zu einer bundeseinheitlichen Hygiene-Bewertung von Restaurants bewegen. Einen entsprechenden Antrag wollen Niedersachsen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen auf der Verbraucherminister-Konferenz am Donnerstag und Freitag in Potsdam stellen.

Restaurants und Kneipen werden regelmäßig von den Behörden überprüft. Die Ergebnisse werden jedoch nicht veröffentlicht, obwohl nach Angaben der Verbraucherorganisation Foodwatch Jahr für Jahr fast jeder vierte Lebensmittelbetrieb – dazu gehören auch Supermärkte oder Fleischereien – beanstandet wird. Die Kontrollen der Betriebe sind in Deutschland Ländersache.

Aigner sagte der Zeitung: „Ich bin bereit, mit den Ländern zusammen für eine bundesweit einheitliche Regelung zu sorgen, um die Transparenz der Lebensmittelüberwachung zu erhöhen.“ Wenn die Lebensmittelüberwachung bei einem Betrieb gravierende Beanstandungen feststelle, "sollten Verbraucher auch die Möglichkeit haben, davon zu erfahren“. Widerstand wird dem Bericht zufolge jedoch aus den südlichen Bundesländern erwartet.

Ein solches System wird bereits in Dänemark praktiziert. Dort zeigen Smiley-Piktogramme mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken an, ob ein Restaurant bei Überprüfungen gut oder schlecht abgeschnitten hat.

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