Stolz auf die Heimat

Oettinger bekennt sich zu seinem Schwänglisch

Günther Oettinger hält es nicht für verwerflich, dass der Dialekt zu hören ist, wenn er Englisch spricht. Weder im Small Talk noch im direkten Gespräch habe er Probleme mit der Fremdsprache. Bei Facebook hat ihn eine Fangruppe bereits zum neuen "englishspeaking before-picture" gekürt.

Der künftige deutsche EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) bekennt sich zu seinem schwäbischen Dialekt. Man solle stolz sein, wenn man in einem Land lebe, in dem Alemannisch und Schwäbisch gesprochen werde, sagte Oettinger den „Stuttgarter Nachrichten“.

„Ich halte es deshalb auch nicht für verwerflich, dass der Dialekt zu hören ist, wenn ich Englisch spreche.“ Weder im Small Talk noch im direkten Gespräch habe er Probleme mit Englisch. Auf seinen Auslandreisen sei er oftmals ohne Dolmetscher gut zurechtgekommen. Dennoch wolle er jetzt seine Sprachkenntnisse verbessern.

In seinem Lebenslauf gab der 56-Jährige seine Englisch-Kenntnisse mit „gut“an. Für zwei derzeit im Internet kursierende Videos musste der baden-württembergische Ministerpräsident Spott einstecken. Durch Aussagen wie: „We cannot allow that everybody does as he pleases“ („Wir können es uns nicht erlauben, dass sich jeder so verhält, wie es ihm gefällt“) mit starkem deutsch-schwäbischem Akzent zog Oettinger Lacher auf sich.

Die Rede, die Oettinger im Dezember bei einer Konferenz der New Yorker Columbia-Universität in Berlin gehalten hat, wurde im Video-Portal YouTube mehr als 1,34 Millionen Mal abgerufen.

Im Sozialnetzwerk Facebook gibt es bereits eine Fangruppe namens: „Forget Westerwave – My new englishspeaking before-picture is G. Oettinger“ – "Vergesst Westerwelle – mein neues englischsprechendes Vorbild ist G. Oettinger“.

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