Taliban-Angriffe

Fünf US-Soldaten im Süden Afghanistans getötet

Foto: REUTERS

Nachdem zwei US-Soldaten nahe Kabul vermisst werden, melden die ISAF-Truppe auch im Süden fünf durch IED-Anschläge gefallene Amerikaner.

Im besonders hart umkämpften Süden Afghanistans sind fünf US-Soldaten durch selbstgebaute Sprengsätze der Taliban getötet worden. Ein Sprecher der Internationalen Afghanistantruppe ISAF sagte in Kabul, die Soldaten seien bei zwei verschiedenen Anschlägen getötet worden. Zudem meldete die ISAF zwei US-Soldaten als vermisst, die mit einem Fahrzeug ihren Stützpunkt in Kabul verlassen hatten.

Die ISAF teilte mit, bei einem ersten Angriff am Samstag in Südafghanistan seien vier US-Soldaten gestorben. Später sei bei einer weiteren Explosion ein fünfter Soldat ums Leben gekommen.

Die beiden US-Soldaten, die vermisst wurden, verließen nach Angaben der ISAF ihren Stützpunkt in Kabul und kehrten nicht zurück. Das Fahrzeug der Soldaten sei in der Provinz Logar südlich der Hauptstadt gefunden worden. Die ISAF suchte nach eigenen Angaben aus der Luft und am Boden nach den Soldaten. Ein Armeevertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte, bei dem Fahrzeug sei niemand gefunden worden. „Aber es gibt Berichte, nach denen es ein Opfer gab und dass die Leiche weggebracht wurde.“

Ein Sprecher der Provinzregierung von Logar, Din Mohammed Darwaisch, sagte, einer der Soldaten sei getötet worden. Der andere werde „von der Opposition“ festgehalten, sagte der Sprecher in Anspielung auf die radikalislamischen Taliban. Deren Sprecher Sabihullah Mudschahid sagte, seine Gruppe habe nichts mit dem Verschwinden der Soldaten zu tun.

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