Mexiko

Clinton räumt Mitverantwortung für Drogenkrieg ein

Die USA wollen dem Nachbarland Mexiko beim Kampf gegen die Drogenkriminalität helfen. Außenministerin Clinton versprach unter anderem die Zahlung von 80 Millionen Dollar. Sie gab zu, dass ihr Land eine Mitverantwortung für die Gewalt trage: "Unsere unersättliche Nachfrage nach illegalen Drogen heizt den Drogenhandel an".

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Die USA haben Mexiko Unterstützung im Kampf gegen die Drogenkriminalität zugesagt. US-Außenministerin Hillary Clinton versprach bei einem Besuch im Nachbarland eine stärkere Zusammenarbeit, um die Sicherheit auf beiden Seiten der Grenze zu verbessern. Unter anderem kündigte sie an, das Weiße Haus wolle Mexiko 80 Millionen Dollar für den Kauf von Blackhawk-Hubschraubern zur Verfügung stellen.

Clinton räumte ein, auch die USA trügen Verantwortung für die tödlichen Kämpfe zwischen den Drogenkartellen in Mexiko. „Unsere unersättliche Nachfrage nach illegalen Drogen heizt den Drogenhandel an“, sagte sie. „Unsere Unfähigkeit zu verhindern, dass Waffen für diese Kriminellen illegal über die Grenze geschmuggelt werden, trägt zum Tod von Polizisten, Soldaten und Zivilpersonen bei.“ Den brutalen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Drogenbanden in Mexiko sind allein im vergangenen Jahr etwa 6.000 Menschen zum Opfer gefallen.

Ein Programm, das bereits in der Amtszeit von Präsident George W. Bush aufgelegt wurde, umfasst Unterstützung in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar. Die Hälfte davon hat der US-Kongress bislang bewilligt. „Wir stehen Schulter an Schulter mit ihnen“, sagte Clinton nach Gesprächen mit der mexikanischen Außenministerin Patricia Espinosa und Präsdident Felipe Calderon.