Anti-Terror-Kampf

USA stecken 150 Millionen in Militärhilfe für Jemen

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Foto: AFP

Die USA verdoppeln ihre Militärhilfe für den Jemen. Im laufenden Haushaltsjahr sollen 150 Millionen Dollar fließen, um Training und Ausrüstung jemenitischer Sicherheitskräfte zu finanzieren. Hintergrund ist die Präsenz von al-Qaida im Jemen. Im Kampf gegen das Terrornetzwerk wollen die USA nicht nur mit Geld helfen.

Im Kampf gegen die radikalislamische al-Qaida hat US-Verteidigungsminister Robert Gates eine Verdoppelung der Militärhilfe für die jemenitische Regierung bewilligt. Aus Kreisen des Verteidigungsministeriums verlautete in Washington, Gates habe für das laufende Haushaltsjahr 150 Millionen Dollar für Training und Ausrüstung der jemenitischen Sicherheitskräfte abgesegnet.

Im vergangenen Jahr unterstützte die Regierung in Washington das arabische Land noch mit 67 Millionen Dollar. Die jetzt bewilligte Summe enthält noch nicht die verdeckte Hilfe der USA für die jemenitischen Sicherheitskräfte, die in den vergangenen Monaten ebenfalls aufgestockt worden war.

Der Jemen war nach dem vereitelten Attentat auf ein Passagierflugzeug auf dem Weg nach Detroit an Weihnachten ins Blickfeld geraten. Die vom Jemen aus operierende al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel hatte sich zu den Planungen für den Anschlag bekannt.

Angaben aus Verteidigungskreisen in Washington zufolge helfen die USA der Regierung in Sanaa auch mit Geheimdienstinformationen und Satellitenbildern beim Kampf gegen al-Qaida.

Im Jemen kämpft die Regierung im Norden des Landes auch gegen Aufständische. Dabei sind laut einer Menschenrechtsorganisation seit August 187 Kinder getötet worden. Sowohl die schiitischen Rebellen als auch eine Pro-Regierungs-Miliz hätten Kindersoldaten eingesetzt, beklagte die Kinderschutzorganisation Seyaj.

71 Prozent der getöteten Kinder seien bei den Kämpfen getötet worden, die restlichen seien aus Mangel an Nahrung oder Medikamenten gestorben. Die Organisation hatte die Studie in Zusammenarbeit mit dem UN-Kinderhilfswerk Unicef erstellt.

In dem sechsjährigen Konflikt zwischen Regierung und Aufständischen hatte die Armee am 11. August eine Offensive im Norden des Landes begonnen. Auf beiden Seiten kämpften laut Seyaj hunderte Kindersoldaten. Nur drei Prozent der Kinder in der Region hätten Zugang zu Bildung. Am 12. Februar trat in der Region ein Waffenstillstand in Kraft.

( Reuters/AFP/cn )

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