G-20 in Toronto

Einsatz von Schallkanonen bei Gipfel-Gegner erlaubt

Oberstes kanadische Gericht erlaubt Einsatz umstrittener Schallkanonen gegen Gipfel-Proteste. Kritiker in Kanada fürchten Gesundheitsschäden.

Die kanadische Polizei hat für ihren umstrittenen Plan zum Einsatz von Lärmkanonen gegen Demonstranten auf dem G-20-Gipfel gerichtliche Rückendeckung bekommen.

Das Oberste Gericht des kanadischen Bundesstaats Ontario wies am Freitag eine Beschwerde der Bürgerrechtsvereinigung Canadian Civil Liberties Association (CCLA) ab, die den Einsatz der über Kilometer hinweg hörbaren Schallkanonen wegen Gesundheitsgefahren verbieten lassen wollte.

Das Gericht wies die Polizei aber an, die Instrumente im Falle eines Einsatzes nur auf der niedrigsten Lärmstufe zu nutzen.

Bürgerechtler hatten die kanadische Polizei scharf für den Erwerb von vier Schallkanonen kritisiert. Die Instrumente können ohrenbetäubenden Lärm von bis zu 150 Dezibel ausstoßen. Ihr Einsatz soll dazu dienen, Menschenmengen auseinanderzutreiben.

Kritiker machten geltend, dass die Geräte – die unter anderem in den Kriegen im Irak und in Afghanistan zum Einsatz gekommen seien – nicht zur Nutzung in Stadtgebieten geeignet seien und gefährliche Gesundheitsschäden nach sich ziehen könnten.

Anlässlich des Beginns des G-20-Gipfels in Toronto haben sich für Samstag mehrere Demonstrationszüge angekündigt.

Neueste Politik Videos

Neueste Politik Videos

Beschreibung anzeigen