Schwedischer Politiker

Ex-Minister bestreitet Sex-Kauf bei Prostituierter

Erstmals hat sich Schwedens früherer Arbeitsminister Sven Otto Littorin zu den schweren Vorwürfen einer 30 Jahre alten Frau geäußert.

Foto: picture-alliance / IBL Schweden / picture-alliance / IBL Schweden/IBL Schweden

Wenige Tage nach seinem Rücktritt hat sich Schwedens Ex-Arbeitsminister Sven Otto Littorin erstmals öffentlich gegen den Vorwurf verteidigt, er habe sich mit dem Kauf sexueller Dienste strafbar gemacht. Der 44-Jährige sagte der Zeitung „Dagens Nyheter“, er habe niemals Sex gekauft und betrachte sich als Opfer einer Verwechslung oder freier Erfindung.

Die Zeitung „Aftonbladet“ hatte Littorin mit den Angaben einer 30 Jahre alten Ex-Prostituierten konfrontiert, die den Minister 2006 als Kunden gehabt haben will und angeblich Beweise vorlegen konnte. Noch vor der Veröffentlichung der Vorwürfe trat der Arbeitsminister zurück. Er erwähnte die Frau aber mit keinem Wort. Als Grund nannte Littorin stattdessen Streit mit seiner Ex-Frau um das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder. Er sagte: „Mein Rücktritt hat drei Gründe. Sie heißen Emma, Gustav und Arvid.“

Da der angebliche Sex-Handel mehr als zwei Jahre zurückliegt, kann er gerichtlich nicht mehr geahndet werden. Überführte Freier werden in Schweden in der Regel zu Bußgeldern, in Einzelfällen aber auch zu Haft bis zu sechs Monaten verurteilt.

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