Spionage

Russischer Spionagering offenbar ohne Erfolge

Foto: dpa

Das Weiße Haus ist sich sicher, dass die russischen Agenten an keine geheimen oder vertraulichen Information kamen.

Die Agenten des Ende Juni in den USA aufgedeckten russischen Spionagerings sind nach Angaben des Weißen Hauses an keinerlei vertrauliche Informationen gekommen. „Diese Menschen standen ziemlich lange unter Beobachtung“, sagte Präsidentensprecher Robert Gibbs dem Sender NBC. „Sie haben es versucht, aber sie haben nie geheime oder vertrauliche Informationen erhalten.“

Den Austausch der zehn Agenten mit Moskau gegen vier zuvor in Russland inhaftierte mutmaßliche Spione im Dienste des Westens bezeichnete Gibbs als „Erfolg für die US-Justiz“.

Indes sehe er keine Anzeichen für eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und Russland angesichts der Spionageaffäre, sagte der Sprecher des Weißen Hauses. „Unser Verhältnis zu Russland verbessert sich ohne Zweifel, verglichen damit, wo es vor einigen Jahren noch stand.“

Der Ring, der seit den 90er Jahren für den Kreml in den USA spioniert haben soll, war Ende Juni enttarnt worden. Im Zuge des ersten Agentenaustausches zwischen den USA und Russland seit dem Ende des Kalten Krieges wurden die Agenten in Wien gegen vier in Russland inhaftierte mutmaßliche Spione ausgetauscht.

US-Justizminister Eric Holder sagte, das FBI habe sich nach der langen Beobachtung zur Enttarnung des Netzwerks entschlossen, da sich abzeichnete, dass ein wichtiges Mitglied über Frankreich nach Russland gehen wollte. „Unsere Sorge war, dass wir ihn nicht mehr zurückbekommen, wenn wir ihn ziehen lassen“, sagte Holder dem Sender CBS.

( AFP/mst )