Irak

Al-Qaida wählt Nachfolger für getötete Anführer

Die irakischen Al-Qaida-Kämpfer haben offenbar eine neue Spitze gewählt. Islamisten-Websites berichten über zwei neue Scheichs. Im vergangenen Monat waren die beiden Spitzenmänner des Terrornetzwerks getötet und weitere lokale Anführer verhaftet worden. Dennoch hatten die Terroristen zahlreiche Anschläge verübt.

Foto: dpa

Die al-Qaida im Irak hat eine neue Führung gewählt. Knapp einen Monat, nachdem die US-Armee die beiden Anführer des Terrornetzwerks im Irak getötet hatte, wurde auf Islamisten-Websites über die neuen Anführer berichtet.

Dort heißt es, der neue „Emir des islamischen Staates im Irak“ sei nun ein Iraker mit dem Kampfnamen Abu Bakr al-Baghdadi, sein „Wesir“ und Stellvertreter sei ein Anführer namens Abu Abdullah. In der Erklärung, deren Authentizität nicht zu überprüfen war, wurde betont, dass die beiden „Scheichs“ nach ausführlichen Beratungen aller relevanten Kräfte ausgewählt worden seien.

Im Jahr 2006, als die Gewalt zwischen Sunniten und Schiiten im Irak ihren Höhepunkt erreicht hatte, schlossen sich die meisten sunnitischen Terrorgruppen zum „Islamischen Staat im Irak“ zusammen. Einigen dieser Gruppen gehören viele militante Islamisten aus anderen arabischen Staaten an. Unter ihnen sind besonders viele Saudis.

Amerikanische Soldaten und irakische Sicherheitskräfte hatten die beiden Top-Terroristen, den Iraker Abu Omar al-Baghdadi, und den Ägypter Abu Ajjub al-Masri vor einem Monat in der Provinz Salaheddin getötet.

Im Anschluss an diese Operation wurden zahlreiche weitere lokale Anführer verhaftet. Trotzdem verübten die Terroristen im Irak in den vergangenen Wochen zahlreiche Sprengstoffanschläge.

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