Pakistan

Festgenommener Burka-Träger soll Hamburger sein

Der Mann, der in pakistanischem Gewahrsam ist, soll Deutsch-Syrer sein und von den deutschen Behörden als „Gefährder" eingestuft worden sein.

Bei dem im Nordwesten Pakistans festgenommenen Deutschen handelt es sich nach einem Bericht von „Spiegel Online“ möglicherweise um den Hamburger Rami M. Deutsche Sicherheitsbehörden prüften derzeit entsprechende Informationen aus Pakistan. Sie hielten diese aber für glaubwürdig.

Der 25-Jährige Deutsch-Syrer war demnach im März 2009 von Deutschland nach Pakistan gereist. Seitdem stufe ihn die Polizei als sogenannten Gefährder ein und warnte vor einer möglichen Bewaffnung. Zeitgleich mit M. hätten sich damals mehrere seiner Bekannten abgesetzt, mutmaßlich ebenfalls mit dem Ziel, sich Aufständischen im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet anzuschließen.

Bereits vor seiner Abreise galt M. laut „Spiegel Online“ den Sicherheitsbehörden als Kopf einer Hamburger Gruppe radikaler Islamisten. Inzwischen ermittle die Bundesanwaltschaft gegen ihn wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung.

Der Deutsche kam nach Angaben der pakistanischen Polizei aus Miranshah in Nord-Waziristan und war mit einer Burka bekleidet und mit einer Pistole bewaffnet war. Als er an einem Kontrollposten in dem Bezirk Bannu an der Grenze zu Afghanistan gestoppt worden sei, habe er ein sechsjähriges Mädchen bei sich gehabt. Auch zwei Stammesvertreter, die mit ihm im Auto saßen, wurden demnach festgenommen.