Unruheprovinz

Anschlag auf Moschee im Iran – viele Tote

Mindestens 15 Menschen sind im Iran getötet worden, als in einer Moschee eine Bombe explodierte. Der Zeitpunkt des Anschlags war perfide gewählt: Der Sprengsatz explodierte beim Abendgebet, als viele Gläubige die Moschee besuchten. Die Region im Südosten des Landes gilt als Unruheherd.

Bei einem Bombenanschlag auf Gläubige in einer Moschee im Südosten des Iran sind mindestens 15 Menschen getötet und 50 weitere verletzt worden. Der Anschlag in der Stadt Sahedan wurde während des Abendgebets verübt, wie der Gouverneur der Provinz Sistan-Balutschistan, Ali Mohammed Asad, im staatlichen iranischen Fernsehen sagte. Die Verletzten seien in die Krankenhäuser der Stadt eingeliefert worden.

Der Anschlag galt der von schiitischen Gläubigen besuchten Amir-el-Momenin-Moschee. Die Tat wurde am Vorabend des Tages verübt, an dem im Iran des Todes einer Tochter des Propheten Mohammed gedacht wird.

Die Nachrichtenagentur Fars berichtete, in der Nähe der Moschee hätten Sicherheitskräfte eine zweite Bombe gefunden und sie entschärft.

In der an Pakistan und Afghanistan angrenzenden Provinz Sistan-Balutschistan ist eine starke sunnitische Bevölkerungsminderheit beheimatet. Seit einigen Jahren kämpft die sunnitische Dschundallah-Organisation in der Region mit Waffengewalt für mehr Autonomie. Mitte Februar war eine Bombe in einer Moschee von Sahedan explodiert, wodurch jedoch niemand verletzt wurde.

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