Raketentest

UN-Sicherheitsrat berät Vorgehen gegen Nordkorea

Zu Beratungen über den jüngsten Raketenstart Nordkoreas ist der Weltsicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengetroffen. Gemeinsam will über das weitere Vorgehen gegen das kommunistische Land beraten. Japan drängt auf eine gemeinsame Reaktion des Weltsicherheitsrats.

Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, sagte auf dem Weg zu den Beratungen, es müsse eine „harte gemeinsame Antwort“ auf den „provokativen Akt“ Nordkoreas geben. „Auch wenn es keinen Schaden gegeben hat, war es doch ein Zeichen von Nordkoreas Absichten und eine Bedrohung des internationalen Friedens und der Sicherheit – nicht nur für Japan“, sagte der japanische UN-Botschafter Yukio Takasu vor Journalisten zu Beginn der Sitzung.


Die Beratungen des Sicherheitsrates fanden hinter verschlossenen Türen statt. Beobachter rechneten mit langwierigen Verhandlungen über eine mögliche Erklärung. Eine Verschärfung der Sanktionen gegen Pjöngjang wurde wegen der Zurückhaltung der Veto-Mächte China und Russland nicht erwartet.


Nordkorea hatte am Sonntag ungeachtet aller internationalen Proteste eine Langstreckenrakete mit einer Reichweite von tausenden Kilometern gestartet. Nach Angaben Nordkoreas beförderte sie einen Kommunikationssatelliten ins All.

Die USA, Japan und Südkorea werfen dem kommunistischen Land jedoch vor, unter dem Vorwand des Satellitentransports eine Langstreckenrakete getestet zu haben, die theoretisch bis zur US-Westküste reicht.

( AFP/cor )

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