Neue Panne für Obama

Nominierter US-Handelsminister Gregg springt ab

Der neue US-Präsident Barack Obama muss schon wieder eine Schlappe hinnehmen: Der für das Amt des Handelsministers vorgesehene republikanische Senator Judd Gregg hat seine Bewerbung völlig überraschend zurückgezogen. Als Begründung für seinen Schritt nannte er "unauflösbare Konflikte".

Foto: AP

US-Präsident Barack Obama hat bei der Bildung seiner Regierung einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen: Der für das Amt des US-Handelsministers nominierte republikanische Senator Judd Gregg zog seine Bewerbung überraschend zurück.

Zur Begründung nannte Gregg am Donnerstag „unauflösbare Differenzen“ mit der Politik von US-Präsident Barack Obama. Dazu gehörten das vor der Abstimmung im Kongress stehende Konjunkturpaket und die Volkszählung 2010, wie es in einer Erklärung seines Büros heißt.Der für das Amt des US-Handelsministers nominierte republikanische Senator Judd Gregg hat seine Bewerbung zurückgezogen. Zur Begründung nannte Gregg am Donnerstag „unauflösbare Konflikte".

„Wir gehen bei vielen entscheidenden Fragen der Politik von unterschiedlichen Ansichten aus“, sagte der 61-Jährige. Gregg wäre nach Verteidigungsminister Robert Gates und Verkehrsminister Ray Lahood der dritte Republikaner am Kabinettstisch gewesen.

In seiner Erklärung dankte Gregg Obama für die Nominierung. Er bewundere besonders dessen Bereitschaft, über die Parteigrenzen hinweg die Hand zu reichen, erklärte Gregg. Zwar hätten beide über potenzielle Differenzen gesprochen, den heiklen Themen aber leider nicht ausreichend Beachtung geschenkt.


Das Weiße Haus erklärte in einer ersten Reaktion, es sei Gregg selbst gewesen, der sich als Handelsminister ins Spiel gebracht habe. Als deutlich geworden sei, dass er nicht hinter der gesamten Politik des Präsidenten stehe, hätten sich die Wege von Gregg und Obama trennen müssen, sagte Präsidentensprecher Robert Gibbs.

Obama hatte Gregg erst in der vergangenen Woche für das Amt nominiert, nachdem der erste Kandidat für den Posten des Handelsministers, Bill Richardson, seine Bewerbung wegen Ermittlungen zur Auftragsvergabe seines Staates an mögliche Spender zurückgezogen hatte.

Obama musste bereits mehrere schwere Pannen in seiner Regierungsbildung hinnehmen. Neben Richardson verzichtete auch der als Gesundheitsminister vorgesehene Tom Daschle auf die Kandidatur. Ihm wurde Lobby-Arbeit und mangelnde Steuerehrlichkeit zum Verhängnis.

Die als „Haushaltswächterin“ vorgesehene Nancy Killefer verzichtete ebenfalls auf das ihr angetragene Amt. Sie begründete ihre Entscheidung mit Steuerproblemen. Zudem war auch der neue Finanzminister Timothy Geithner in die Kritik geraten, nachdem bekanntwurde, dass er zu wenig Steuern gezahlt hatte.

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