Afghanistan

US-Geheimdienst verteilt Viagra an Informanten

Taschenmesser, Werkzeug, Spielzeug, medizinische Hilfe oder Reisevisa: All das nutzen US-Geheimdienstmitarbeiter bei der Suche nach Verbündeten im Kampf gegen die Taliban. Doch ein ganz besonderes Bestechungsmittel ist vor allem bei älteren afghanischen Herren mit vielen Frauen beliebt.

Bei der Suche nach Verbündeten im Kampf gegen die Taliban verschenken US-Geheimdienstmitarbeiter in Afghanistan auch das Potenzmittel Viagra. Wie die Zeitung „Washington Post“ am Freitag unter Berufung auf CIA-Mitarbeiter berichtete, freuen sich vor allem ältere Kriegsherren mit mehreren Ehefrauen über die kleinen blauen Pillen, die bei Erektionsstörungen helfen sollen.

Um wertvolle Informationen über die Aufenthaltsorte der radikalislamischen Taliban zu bekommen, gebe es für den US-Geheimdienst CIA aber auch andere Mittel: Taschenmesser, Werkzeug, Spielzeug, medizinische Hilfe oder Reisevisa könnten bei skeptischen Afghanen Türen öffnen. Klassische Geschenke wie große Bargeldsummen oder Waffen könnten hingegen neue Probleme schaffen.

Die “Washington Post” hat zum Thema auch einen CIA-Veteranen namens Jamie Smith befragt. Dessen Analyse: “ Wenn du einfach 1000 Dollar verteilst, kauft der Informant irgendwelches neues Zeug und es wird klar, dass er plötzlich irgendwoher eine Menge Geld bekommt.“ Geld ist also zu auffällig. „Man muss einfache Dingen verwenden, die Menschen überall motivieren.“

( AFP/str )