Iran-Reise

Altkanzler Schröder trifft Ahmadinedschad

Das Treffen birgt einiges an Zündstoff: Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder wird auf seiner Iran-Reise auch Präsident Mahmud Ahmadinedschad treffen. Den Mann, der immer wieder offen Israel droht. Schröder betonte, er sei privat im Iran – aber er sei ein politischer Mensch.

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder ist zu einem mehrtägigen Besuch im Iran eingetroffen, in dessen Verlauf er nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ auch Präsident Mahmud Ahmadinedschad treffen will.


Schröder erklärte dazu bei seiner Ankunft am Donnerstag, dass er politische Gespräche mit Ahmadinedschad und anderen iranischen Politikern begrüßen würde. „Ich bin in keiner operativen Politik tätig, aber ich bin ein politischer Mensch und hoffe, dass es das ein oder andere Gespräch geben wird, sagte Schröder.


Der Alt-Kanzler wird auch Parlamentspräsident Ali Laridschani und den Ex-Präsident Haschemi Rafsandani treffen, dem jetzigen Vorsitzenden des einflussreichen Obersten Schlichtungsrats. Außenminister Manutscher Mottaki soll laut „SZ“ für den SPD-Politiker ein Abendessen geben.


Schröder ist nach eigenen Angaben privat Iran. Am Donnerstag nahm Schröder an der Gründungsveranstaltung einer Stiftung zur Wissenschaftsförderung teil. Sie geht auf eine Initiative des in Hannover lebenden iranischen Neurochirurgen Madschid Samii zurück. Zusammen mit Samii wird er am Freitag am Kaspischen Meer eine neue Universitäts-Klinik einweihen.


Samii hatte Schröder zu der Reise eingeladen, die beiden kennen sich aus Schröders Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident.


Während seiner siebenjährigen Amtszeit als Bundeskanzler hatte Schröder den Iran nicht besucht.

( AP/dpa/ab )

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